MORGEN IST EIN NEUER TAG
12.03.2020|deutsch|1h 40min
Regisseurin: Sandra Kaudelka
Drehbuch: Sandra Kaudelka
Besetzung: Sahra Wagenknecht
Produzenten: Andreas Banz, Matthias Miegel, Robert Thalheim, Sandra Kaudelka
Kamera: Michael Kotschi, Albrecht von Grünhagen, Alexander Georghiu, Max Preiss, Kolja Raschke, Sebastian Fremder
Drehbuch: Sandra Kaudelka
Besetzung: Sahra Wagenknecht
Produzenten: Andreas Banz, Matthias Miegel, Robert Thalheim, Sandra Kaudelka
Kamera: Michael Kotschi, Albrecht von Grünhagen, Alexander Georghiu, Max Preiss, Kolja Raschke, Sebastian Fremder
Synopsis
Der Terminkalender von Sahra Wagenknecht platzt aus allen Nähten. Zum Arbeitsalltag der populären Linken-Politikerin gehören Interviews und Krisengespräche, Pressekonferenzen und Fotoshootings. Ein Leben mit Beifall und Bewunderung, aber auch extremem Druck und Zweifeln – ja sogar Intrigen und offenen Anfeindungen. Wagenknechts stärkster Antrieb ist der Kampf gegen das Erstarken der Neuen Rechten in Parlament und Gesellschaft. Der Film begleitet die Politikerin über zwei Jahre mit der Kamera und zeigt sie bei öffentlichen Auftritten, bei Besprechungen mit den engsten Mitarbeitern und in privaten Momenten. Eine dichte Beobachtung in einer nervenaufreibenden Zeit: Im Frühjahr 2017, ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl, besteht noch die Möglichkeit, dass die Linke erstmals Teil der Bundesregierung werden könnte; Anfang 2019 kündigt Wagenknecht ihren Rückzug aus der Spitzenpolitik als Folge von Erschöpfung an.
„Wagenknecht“ ist ein vielschichtiger Film über politische Machtmechanismen, über ein Leben mit und in der Politik. Ende Februar wurde der Film auf der Berlinale uraufgeführt.
„Wagenknecht“ ist ein vielschichtiger Film über politische Machtmechanismen, über ein Leben mit und in der Politik. Ende Februar wurde der Film auf der Berlinale uraufgeführt.
Mehr Infos
Sandra Kaudelka über ihren Film:
Mich haben schon immer Menschen in Extremsituationen interessiert. Ein Ausgangspunkt für meinen Film „Wagenknecht“ war die Frage: Warum begibt man sich freiwillig in die Politik? Ein gängiges Vorurteil besagt, dass sensible Menschen die Politik besser meiden sollten, denn sie ist ein Haifischbecken. Doch was soll man tun, wenn man tatsächlich etwas bewegen will in unserer Gesellschaft? Wie fühlt sich der Arbeitsalltag in der Spitzenpolitik an? Mit „Wagenknecht“ ging es mir nicht darum, einen Lebensweg biografisch aufzuarbeiten. Der Film sollte stattdessen Politik ganz nah spürbar machen.
Allzu oft vergessen wir, dass Politiker auch Menschen sind. Wir sehen dann nur die Funktionen oder politischen Ausrichtungen – und schon haben wir uns unsere Meinungen zu den betreffenden Personen gebildet. Oft genug müssen Politiker*innen ihre Gefühle kontrollieren. Sahra Wagenknecht ist eine Meisterin darin.
In welche Richtung bewegt sich unser Land? Wie wollen wir leben, wem wollen wir unser Vertrauen schenken? Das sind die drängenden Fragen am Ende des Films. Das Erstarken der Rechten in Deutschland macht mir Angst und ich wünsche mir, dass sich alle Kräfte, die dem etwas entgegensetzen könnten, sich bündeln, statt sich aus egoistischen Gründen gegenseitig zu bekämpfen.
Mich haben schon immer Menschen in Extremsituationen interessiert. Ein Ausgangspunkt für meinen Film „Wagenknecht“ war die Frage: Warum begibt man sich freiwillig in die Politik? Ein gängiges Vorurteil besagt, dass sensible Menschen die Politik besser meiden sollten, denn sie ist ein Haifischbecken. Doch was soll man tun, wenn man tatsächlich etwas bewegen will in unserer Gesellschaft? Wie fühlt sich der Arbeitsalltag in der Spitzenpolitik an? Mit „Wagenknecht“ ging es mir nicht darum, einen Lebensweg biografisch aufzuarbeiten. Der Film sollte stattdessen Politik ganz nah spürbar machen.
Allzu oft vergessen wir, dass Politiker auch Menschen sind. Wir sehen dann nur die Funktionen oder politischen Ausrichtungen – und schon haben wir uns unsere Meinungen zu den betreffenden Personen gebildet. Oft genug müssen Politiker*innen ihre Gefühle kontrollieren. Sahra Wagenknecht ist eine Meisterin darin.
In welche Richtung bewegt sich unser Land? Wie wollen wir leben, wem wollen wir unser Vertrauen schenken? Das sind die drängenden Fragen am Ende des Films. Das Erstarken der Rechten in Deutschland macht mir Angst und ich wünsche mir, dass sich alle Kräfte, die dem etwas entgegensetzen könnten, sich bündeln, statt sich aus egoistischen Gründen gegenseitig zu bekämpfen.
